IXS European Downhill Cup in Todtnau und Finallauf zum IXS German Downhill Cup in Thale
28. Oktober 2012
Mit etwas Verspätung hier noch die letzten Ereignisse meiner Downhillsaison. Ich hoffe ja immer noch das wir nächste Saison noch viel mehr Rennberichte lesen und nicht nur von mir. Nach einen fast zwei monatigen Sommerloch war es Ende September nun endlich soweit um die letzten Rennen der Saison in Angriff zu nehmen. Vom 21. bis 23.10. stand der IXS European Downhill Cup in Todtnau auf dem Programm und eine Woche später war das Finale für den IXS German Downhill Cup in Thale angesetzt.
Todtnau ist für mich die kompletteste Downhill Strecke in Deutschland. Sie hat etwas von „old school“ und trotzdem ist sie immer noch anspruchsvoll und auf der Höhe der Zeit. Schnell, Tretpassagen, extreme Wurzel und Steinstücke dazu noch Steil. Das macht einfach Spaß und genau so viel Freude hatte ich dann auch am Freitag im Training bei gutem Wetter und mit meinem neuen Lapierre DH Bike. Das Bike funktioniert im Übrigen phantastisch. So konnte ich den Freitag zufrieden beenden und in aller Ruhe den Tag ausklingen lassen.
Samstagmorgen war es dann wie für diese Saison üblich nass und es hat geregnet. Ich habe mich daher kurzerhand entschieden nur meine zwei Pflichttrainingsläufe zu fahren und dann ging es in den Seedingrun. Dieser war recht spät am Tag und mit den Wetterbedingungen war es mit der Sicht recht schwierig. Es gelang mir aber ein guter Lauf und mit Platz 14 in meiner Klasse und internationaler Besetzung konnte ich zufrieden sein. Ich war es aber nicht ganz weil der Zeitabstand zur Spitze trotz meines gefühlt guten Laufs schon richtig groß war. Im Nachhinein denke ich, dass mir die lange Sommerpause und nur ein Tag auf dem DH Bike (wegen dem Aufbau des neuen Bikes) doch etwas an Aggressivität gekostet hat. Ich war einfach auf der ganzen Strecke ein Tick zu langsam. Das wollte ich im Rennen verbessern.
Sonntag war dann wieder gutes Wetter und ich hatte richtig Freude auf dem Bike. Die Strecke war nun aber schmierig weil sie an vielen Stellen nicht richtig abtrocken konnte. Ich nutzte das Training um mich wieder näher an die Grenzen heranzutrauen. Leider gab es dann eine 2h Streckensperrung wegen eines Sturzes eines Fahrers der mit dem Heli abtransportiert werden musste. Gute Besserung an dieser Stelle. Damit reichte es leider wieder nur für zwei Runs und das war nicht optimal. Der Rennlauf selbst war wieder ganz in Ordnung und ich konnte meine Zeit noch mal steigern, aber das konnten die Anderen natürlich auch. Es wurde somit Platz 18 und das ist für europäisches Level ganz ok, nichts desto trotz wäre mehr drin gewesen, aber dazu muss ich einfach mehr am Ball bleiben. Ein schönes Wochenende mit viel Freude auf und am neuen Bike war es allemal und eine gute Vorbereitung für das Finale zum GDC in Thale eine Woche später sollte es auch sein.
Und damit komme ich schon zum Finale des GDC. Traditionell und zur moralischen Unterstützung war Doro auch dabei. Vorweg darf ich sagen es war das ganze Wochenende trocken und das war für diese Saison die absolute aber sehr erfreuliche Ausnahme. In Thale angekommen habe ich mich gleich angemeldet, direkt danach den Track Walk (Besichtigen der Strecke zu Fuß) gemacht und bin dann auf die Strecke zum trainieren. Da Doro mit war und ich auch Peter von Traildiaries (ein befreundeter Fotograf) getroffen habe gibt es zum Final auch endlich wieder ein paar nette visuelle Eindrücke. Die Bilder die ihr unten von mir seht sind vom Peter (bis auf das Hot Seat Bild, das ist von Doro), also checkt seine Seite. www.traildiaries.de

Das Training am Freitag lief absolut Klasse und Samstag hieß es mal wieder 7 Uhr aufstehen, aber bei gutem Wetter macht man das gern und die Freude am Biken ging das ganze Wochenende nicht verloren. Nach ein paar Läufen, mehr klappt in Thale wegen der relativ langen Wartezeiten am Lift/Shuttle nicht, war ich bereit für den Seeding Run. Mein Lauf war gut und ich hatte mich auch in den langen Tretstücken nicht zurück gehalten weil ich unbedingt noch Punkte in Seeding Run machen wollte um diese für die Gesamtwertung zu holen (gibt es in diesen Lauf bis Platz 10), denn schließlich wollte ich ja meinen 9. Rang verteidigen. Genau Platz 10 war es dann auch und somit Pflicht erfüllt, keine Kür.

Ein kleiner Spaziergang und der Dönerladen rundeten den Samstag ab. Noch ein wenig Fern schauen in unserer Stammpension und ein nicht so guter Schlaf wegen der krassen Party am Downhillgelände (die wir verpasst haben ohne traurig zu sein) konnten uns trotzdem nichts anhaben.
Frisch und Fit stand ich Sonntag wieder zum Training bereit und versuchte noch etwas mehr Feinschliff in meine Fahrten zu bekommen.

Die Strecke war noch etwas schneller geworden und im Rennlauf ging bei mir alles gut und ich konnte noch mal ein paar mehr Kräfte in den Tretpassagen mobilisieren sodass es 7 Sekunden waren die ich schneller war als am Vortag. Das reichte zu Platz 8 bei den Masters und wieder Punkte für die Gesamtwertung. Noch dazu war ich nach meinem Lauf vorerst schnellster und dürfte seit langem Mal wieder im Hot Seat Platz nehmen. Auch wenn dann noch 7 schneller waren ist es doch ein gutes Gefühl.

Das Beste wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, denn mit den Punkten in der Gesamtwertung konnte ich mich sogar noch auf Platz 6 verbessern und damit habe ich mein Saisonziel (Top Ten) übertroffen. Jetzt wird es mit der Zielsetzung für nächste Saison natürlich etwas schwerer. :-)

Insgesamt war es ein würdiges GDC Finale und wir hatten endlich ein Wochenende ohne Regen, wir hatten viel Spaß am Fahren und die Ergebnisse haben auch gestimmt. Über die Organisation in Thale muss man nicht sprechen, da hat wieder mal alles gepasst. Jetzt heißt es gut über den Winter kommen bis es nächste Jahr wieder heißt: Piep, Piep, Piep Piep, Pieeeeeeeep (das ist das Geräusch von der Startuhr und die treibt jedes Mal und jedes Jahr aufs Neue mein Puls in die Höhe).
Grüße Roberto.
Todtnau ist für mich die kompletteste Downhill Strecke in Deutschland. Sie hat etwas von „old school“ und trotzdem ist sie immer noch anspruchsvoll und auf der Höhe der Zeit. Schnell, Tretpassagen, extreme Wurzel und Steinstücke dazu noch Steil. Das macht einfach Spaß und genau so viel Freude hatte ich dann auch am Freitag im Training bei gutem Wetter und mit meinem neuen Lapierre DH Bike. Das Bike funktioniert im Übrigen phantastisch. So konnte ich den Freitag zufrieden beenden und in aller Ruhe den Tag ausklingen lassen.
Samstagmorgen war es dann wie für diese Saison üblich nass und es hat geregnet. Ich habe mich daher kurzerhand entschieden nur meine zwei Pflichttrainingsläufe zu fahren und dann ging es in den Seedingrun. Dieser war recht spät am Tag und mit den Wetterbedingungen war es mit der Sicht recht schwierig. Es gelang mir aber ein guter Lauf und mit Platz 14 in meiner Klasse und internationaler Besetzung konnte ich zufrieden sein. Ich war es aber nicht ganz weil der Zeitabstand zur Spitze trotz meines gefühlt guten Laufs schon richtig groß war. Im Nachhinein denke ich, dass mir die lange Sommerpause und nur ein Tag auf dem DH Bike (wegen dem Aufbau des neuen Bikes) doch etwas an Aggressivität gekostet hat. Ich war einfach auf der ganzen Strecke ein Tick zu langsam. Das wollte ich im Rennen verbessern.
Sonntag war dann wieder gutes Wetter und ich hatte richtig Freude auf dem Bike. Die Strecke war nun aber schmierig weil sie an vielen Stellen nicht richtig abtrocken konnte. Ich nutzte das Training um mich wieder näher an die Grenzen heranzutrauen. Leider gab es dann eine 2h Streckensperrung wegen eines Sturzes eines Fahrers der mit dem Heli abtransportiert werden musste. Gute Besserung an dieser Stelle. Damit reichte es leider wieder nur für zwei Runs und das war nicht optimal. Der Rennlauf selbst war wieder ganz in Ordnung und ich konnte meine Zeit noch mal steigern, aber das konnten die Anderen natürlich auch. Es wurde somit Platz 18 und das ist für europäisches Level ganz ok, nichts desto trotz wäre mehr drin gewesen, aber dazu muss ich einfach mehr am Ball bleiben. Ein schönes Wochenende mit viel Freude auf und am neuen Bike war es allemal und eine gute Vorbereitung für das Finale zum GDC in Thale eine Woche später sollte es auch sein.
Und damit komme ich schon zum Finale des GDC. Traditionell und zur moralischen Unterstützung war Doro auch dabei. Vorweg darf ich sagen es war das ganze Wochenende trocken und das war für diese Saison die absolute aber sehr erfreuliche Ausnahme. In Thale angekommen habe ich mich gleich angemeldet, direkt danach den Track Walk (Besichtigen der Strecke zu Fuß) gemacht und bin dann auf die Strecke zum trainieren. Da Doro mit war und ich auch Peter von Traildiaries (ein befreundeter Fotograf) getroffen habe gibt es zum Final auch endlich wieder ein paar nette visuelle Eindrücke. Die Bilder die ihr unten von mir seht sind vom Peter (bis auf das Hot Seat Bild, das ist von Doro), also checkt seine Seite. www.traildiaries.de

Das Training am Freitag lief absolut Klasse und Samstag hieß es mal wieder 7 Uhr aufstehen, aber bei gutem Wetter macht man das gern und die Freude am Biken ging das ganze Wochenende nicht verloren. Nach ein paar Läufen, mehr klappt in Thale wegen der relativ langen Wartezeiten am Lift/Shuttle nicht, war ich bereit für den Seeding Run. Mein Lauf war gut und ich hatte mich auch in den langen Tretstücken nicht zurück gehalten weil ich unbedingt noch Punkte in Seeding Run machen wollte um diese für die Gesamtwertung zu holen (gibt es in diesen Lauf bis Platz 10), denn schließlich wollte ich ja meinen 9. Rang verteidigen. Genau Platz 10 war es dann auch und somit Pflicht erfüllt, keine Kür.

Ein kleiner Spaziergang und der Dönerladen rundeten den Samstag ab. Noch ein wenig Fern schauen in unserer Stammpension und ein nicht so guter Schlaf wegen der krassen Party am Downhillgelände (die wir verpasst haben ohne traurig zu sein) konnten uns trotzdem nichts anhaben.
Frisch und Fit stand ich Sonntag wieder zum Training bereit und versuchte noch etwas mehr Feinschliff in meine Fahrten zu bekommen.

Die Strecke war noch etwas schneller geworden und im Rennlauf ging bei mir alles gut und ich konnte noch mal ein paar mehr Kräfte in den Tretpassagen mobilisieren sodass es 7 Sekunden waren die ich schneller war als am Vortag. Das reichte zu Platz 8 bei den Masters und wieder Punkte für die Gesamtwertung. Noch dazu war ich nach meinem Lauf vorerst schnellster und dürfte seit langem Mal wieder im Hot Seat Platz nehmen. Auch wenn dann noch 7 schneller waren ist es doch ein gutes Gefühl.

Das Beste wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, denn mit den Punkten in der Gesamtwertung konnte ich mich sogar noch auf Platz 6 verbessern und damit habe ich mein Saisonziel (Top Ten) übertroffen. Jetzt wird es mit der Zielsetzung für nächste Saison natürlich etwas schwerer. :-)

Insgesamt war es ein würdiges GDC Finale und wir hatten endlich ein Wochenende ohne Regen, wir hatten viel Spaß am Fahren und die Ergebnisse haben auch gestimmt. Über die Organisation in Thale muss man nicht sprechen, da hat wieder mal alles gepasst. Jetzt heißt es gut über den Winter kommen bis es nächste Jahr wieder heißt: Piep, Piep, Piep Piep, Pieeeeeeeep (das ist das Geräusch von der Startuhr und die treibt jedes Mal und jedes Jahr aufs Neue mein Puls in die Höhe).
Grüße Roberto.
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